Nesslau, Ennetbühl, Laad, Schlatt, Brunnen (Transkription Nr. 491)

Schulorte Nesslau, Ennetbühl, Laad, Schlatt, Brunnen
Konfession der Orte: Gemischt konfessionell
Signatur der Quelle: BAR B0 1000/1483, Nr. 1449, fol. 124-125v
Standort: Bundesarchiv Bern
Kanton 1799: Linth
Distrikt 1799: Neu St. Johann
Agentschaft 1799:
Kirchgemeinde 1799: Nesslau
Ort/Herrschaft 1750: Fürstabtei St. Gallen
Kanton 2015: St. Gallen
Gemeinde 2015: Nesslau
In dieser Quelle werden folgende 6 Schulen erwähnt:

Beantwortung der Fragen über den Zustand der Schulen allhier

I. Lokal-Verhältnisse.
I.1Name des Ortes, wo die Schule ist.
I.1.aIst es ein Stadt, Flecken, Dorf, Weiler, Hof?
I.1.bIst es eine eigene Gemeinde? Oder zu welcher Gemeinde gehört er?
I.1.cZu welcher Kirchgemeinde (Agentschaft)?
I.1.dIn welchem Distrikt?
I.1.eIn welchen Kanton gehörig?
I.2Entfernung der zum Schulbezirk gehörigen Häuser. In Viertelstunden.
I.3Namen der zum Schulbezirk gehörigen Dörfer, Weiler, Höfe.
I.3.aZu jedem wird die Entfernung vom Schulorte, und
I.3.bdie Zahl der Schulkinder, die daher kommen, gesetzt.
I.4Entfernung der benachbarten Schulen auf eine Stunde im Umkreise.
I.4.aIhre Namen.
I.4.bDie Entfernung eines jeden.
II.10Sind die Kinder in Klassen geteilt?
II. Unterricht.
II.5Was wird in der Schule gelehrt?
II.6Werden die Schulen nur im Winter gehalten? Wie lange?
II.7Schulbücher, welche sind eingeführt?
II.8Vorschriften, wie wird es mit diesen gehalten?
II.9Wie lange dauert täglich die Schule?
III. Personal-Verhältnisse.
III.11Schullehrer.
III.11.aWer hat bisher den Schulmeister bestellt? Auf welche Weise?
III.11.bWie heißt er?
III.11.cWo ist er her?
III.11.dWie alt?
III.11.eHat er Familie? Wie viele Kinder?
III.11.fWie lang ist er Schullehrer?
III.11.gWo ist er vorher gewesen? Was hatte er vorher für einen Beruf?
III.11.hHat er jetzt noch neben dem Lehramte andere Verrichtungen? Welche?
III.12Schulkinder. Wie viele Kinder besuchen überhaupt die Schule?
III.12.aIm Winter. (Knaben/Mädchen)
III.12.bIm Sommer. (Knaben/Mädchen)
IV. Ökonomische Verhältnisse.
IV.13Schulfonds (Schulstiftung)
IV.13.aIst dergleichen vorhanden?
IV.13.bWie stark ist er?
IV.13.cWoher fließen seine Einkünfte?
IV.13.dIst er etwa mit dem Kirchen- oder Armengut vereinigt?
IV.14Schulgeld. Ist eines eingeführt? Welches?
IV.15Schulhaus.
IV.15.aDessen Zustand, neu oder baufällig?
IV.15.bOder ist nur eine Schulstube da? In welchem Gebäude?
IV.15.cOder erhält der Lehrer, in Ermangelung einer Schulstube Hauszins? Wie viel?
IV.15.dWer muß für die Schulwohnung sorgen, und selbige im baulichen Stande erhalten?
IV.16Einkommen des Schullehrers.
IV.16.AAn Geld, Getreide, Wein, Holz etc.
IV.16.BAus welchen Quellen? aus
IV.16.B.aabgeschaffenen Lehngefällen (Zehnten, Grundzinsen etc.)?
IV.16.B.bSchulgeldern?
IV.16.B.cStiftungen?
IV.16.B.dGemeindekassen?
IV.16.B.eKirchengütern?
IV.16.B.fZusammengelegten Geldern der Hausväter?
IV.16.B.gLiegenden Gründen?
IV.16.B.hFonds? Welchen? (Kapitalien)
Bemerkungen
Schlussbemerkungen des Schreibers
Fliesstextantworten
Lokal

Neßlau eine Pfar Gemeinde district Neü St: Johann, Canton Linth, die Gemeinde ist bergicht und in viele Gegenden abgetheilt aus vielen zerstreüten Häüseren Jn dieser Gemeind sind 6. Schulen Jn diesere Schullen kommen bald mehr bald wenigere Kinder 20 bis 30. selten 40. etwann aus einem bezirck 4. bis 6. ¢684-2321¢¢ Die Haupt Schulen sind im Dorff welche das gantze Jahr gehalten werden, nur mitten im Sommer einiche Wochen ausgenommen, ¢/684-2321¢¢ ¢2322-2323-2324-2325¢¢ die Neben Schulen aber werden des Nur etwann Herbst u. Frühlings Zeit gehalten ¢/2322-2323-2324-2325¢¢

Oekonomie

Schullfond ist keiner, das Schullgeld ist wochentlich 6. xr. die armen werden aus dem Schullgut bezallt, welches in 100 fl. Cap. Besteht,

Personal

Der Stillstand bestellte bis dahin die Schull Mstr, ¢684¢¢ der dißmahlige Schull Mstr. im Dorf ist Unter Agent Nicolaus Leüthold 46. Jahr alt. hat 6. ||[Seite 3] Kinder, darunter 2. Söhne der einte 17. der andere 16. Jahr alt ist, und ihme behülflich seyn können, halt die Schull schon 30. Jahr in seinem eignen Haus, und darzu ein aparte Stuben, ¢/684¢¢ ¢2321¢¢ der 2te Schullmstr. {ledigen Stands} hinter der Kirchen ist Rosam Geiger 26. Jahr alt, halt die Schull etwan 4. Jahr, {in seinem Haus} verrichtet nebst der Schull Bauren arbeit, ¢/2321¢¢ ¢2322¢¢ der 3te Schull Mstr. ab dem Bühl ein halb Stund von dem dorf entfernt, ist Joseph Bösch, halt die Schull etwann 20. Jahr, ist 43. Jahr alt, hat 6. Kinder, halt die Schull in seinem eignen Haus, verrichtet nebst der Schull Bauren Arbeit ¢/2322¢¢ ||[Seite 4] ¢2323¢¢ der 4te Schullmstr. in der Lad ist Michael Steiner, eine Stund von der Kirche entfernt, ist 49. Jahr hat 2. Kinder, halt die Schull in seinem eignen Haus, verrichtet nebst der Schull Bauren arbeit ¢/2323¢¢, ¢2324¢¢ der 5te Schull Mstr. aus dem Schlat 3/4 Stund von der Kirchen, ist Joh: jacob Bösch, hat 2. Kinder, halt die Schull in seiner eignen Behausung, verrichtet beyneben Bauren Arbeit, ¢/2324¢¢ ¢2325¢¢ der 6te im Brunnen {Caspar Grob} nächst bey Crommenau, daher er die meisten Schüler bekommt, ledigen Stands halt in seinem Haus die Schull, verrichtet beynebend Bauren Arbeit ¢/2325¢¢

Unterricht

||[Seite 2] Es werden in den Schulen gelehrt lesen, schreiben singen ¢684-2321¢¢ auch in dem dorff etwas rechnen, ¢/684-2321¢¢ anbey die kleinen und grossen Fragen des Zürcherischen Cathechismi, Die Schullbücher sind gemeine Buchstabier und Lese, und Testament bücher auch Brieffe und Zeitungen, Vorschrifften macht der Schullmr. nach Belieben, die Schull dauret täglich vormittag von 9. bis 12. Uhr, Nachmittag von 2. bis 5. Uhr,

Unterschrift

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